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Ein Impuls von Chris

Ich bin nicht gut genug: Wie du diesem Gedanken begegnen kannst

Was kann ich tun, wenn ich mich nicht gut genug fühle?

Beginne bei einer konkreten Situation statt bei einem Urteil über dein ganzes Leben. Was ist passiert? Was sagst du dir darüber? Und was wäre jetzt ein hilfreicher Schritt? Du musst den Gedanken „Ich bin nicht gut genug“ nicht durch das Gegenteil ersetzen, um dir respektvoll zu begegnen.

Vielleicht bekommt jemand anderes die Aufgabe, die du gern übernommen hättest. Oder du merkst nach einem Gespräch, dass du etwas Wichtiges nicht gesagt hast. Aus einer Enttäuschung wird dann schnell ein großes Urteil: „Bei mir reicht es einfach nicht.“ Dieser Artikel lädt dich ein, den Moment genauer anzuschauen, ohne aus ihm eine Bewertung deiner ganzen Person zu machen.

Ein Ergebnis ist nicht deine ganze Person

„Meine Bewerbung wurde abgelehnt“ beschreibt ein Ereignis. „Ich bin nicht gut genug“ geht weit darüber hinaus. Vielleicht fehlen dir für diese Stelle bestimmte Erfahrungen. Vielleicht gibt es einen anderen Grund, den du nicht kennst. Das darf offenbleiben. Du brauchst weder eine schmeichelhafte Erklärung noch die härteste denkbare.

Das Centre for Clinical Interventions unterscheidet in seinen Materialien zu Selbstwert zwischen negativen Bewertungen der eigenen Person und einer ausgewogeneren Sicht auf sich selbst. Das ist eine fachliche Einordnung, keine Diagnose aufgrund eines einzelnen Gedankens.

Drei Zeilen für einen schwierigen Moment

  1. Was ist beobachtbar? „Ich habe in der Besprechung auf zwei Fragen keine Antwort gewusst.“
  2. Welches Urteil kommt dazu? „Ich bin eine Enttäuschung.“
  3. Was liegt jetzt in meiner Hand? „Ich kann die offenen Punkte nachsehen und morgen beantworten.“

Die dritte Zeile soll die Enttäuschung nicht ausradieren. Sie macht nur etwas wieder überschaubar. Vielleicht brauchst du zuerst eine Pause oder jemanden, der dir zuhört. Auch das kann der nächste Schritt sein.

Was kann ich mir sagen, ohne mir etwas vorzumachen?

Probiere Worte, die nah an deiner Situation bleiben: „Ich wusste es gerade nicht. Ich kann nachfragen.“ Oder: „Ich bin enttäuscht und muss jetzt kein Urteil über mein ganzes Leben fällen.“ Wenn sich ein Satz falsch anfühlt, lass ihn weg. Eine große Behauptung wie „Ich bin in allem wunderbar“ ist hier nicht nötig.

Du darfst eigene Fehler ernst nehmen. Hast du jemanden verletzt, kann eine Entschuldigung wichtig sein. Ein freundlicher Umgang mit dir ersetzt Verantwortung nicht; er kann mit ihr zusammengehen.

Warum kommt der Gedanke immer wieder?

Welche Geschichte hinter deinem Satz steht, lässt sich aus einem Blogartikel nicht feststellen. Du kannst zunächst bemerken, wann er auftaucht: bei Kritik, beim Vergleichen oder wenn jemand nicht antwortet? Notiere einen Anlass, wenn du möchtest. Mache daraus keine neue tägliche Kontrollaufgabe.

Wenn vor allem ein strenger innerer Ton wiederkehrt, findest du im Beitrag zum inneren Kritiker einen anderen Blick darauf. Dort geht es um diesen wiederkehrenden Umgang mit dir; hier bleiben wir bei einem konkreten Moment.

Ein freundlicher Anfang für deinen Alltag

Wenn du eigene, glaubwürdige Worte finden möchtest, kannst du mit den sieben kostenlosen Tagen per E-Mail beginnen. Die Impulse führen zu Übungen auf der Website. Du brauchst dafür keine App. Es geht um tägliches Gedankentraining, nicht um einen Beweis, dass du dich genug angestrengt hast.

7 Tage kostenlos kennenlernen

Wenn solche Gedanken dich anhaltend stark belasten oder deinen Alltag einschränken, hole dir fachliche Unterstützung. Dieser Text ist eine Einladung zur Reflexion, kein Behandlungsangebot.

Fachliche Einordnung: CCI: Self-Esteem. Die Alltagsszene und die drei Zeilen sind eigene redaktionelle Beispiele.