Ein Impuls von Chris
Mehr Lebensfreude im Alltag – ohne dich zum Glücklichsein zu zwingen
Wie kann ich der Lebensfreude wieder Raum geben?
Du kannst Freude nicht zuverlässig auf Bestellung herstellen. Du kannst aber ausprobieren, welchen Tätigkeiten und Begegnungen du wieder etwas Platz geben möchtest. Der Anfang muss kein großer Ausflug und kein neues Lebenskonzept sein. Vielleicht ist es ein Lied, ein Blatt Papier oder ein paar Minuten draußen – ohne dass daraus sofort etwas Besonderes werden muss.
Manchmal wird selbst die Suche nach Lebensfreude zu einer weiteren Forderung: mehr erleben, dankbarer sein, endlich loslassen. Dann kommt zum vollen Alltag noch die Vorstellung hinzu, ihn auch genießen zu müssen. Diese Einladung setzt anders an: Was würdest du gern tun, wenn du dabei nichts beweisen müsstest?
Was hat dir einmal Freude gemacht – ohne Ergebnis?
Vielleicht hast du gern gesungen, ohne gut singen zu können. Gemalt, ohne das Bild jemandem zu zeigen. Getanzt, ohne Schritte zu beherrschen. Oder einfach am Wasser gesessen.
Du musst nicht zu einer früheren Version von dir zurückkehren. Die Erinnerung kann nur ein Hinweis sein. Was davon interessiert dich heute noch? Und was hat sich verändert?
Wähle eine Sache, die dich ein wenig neugierig macht. Nicht die vernünftigste und nicht die beeindruckendste.
Drei Einladungen, aus denen du eine wählen kannst
Ein Lied lang singen oder bewegen
Mach ein Lied an, das du magst. Vielleicht summst du mit, bewegst die Schultern oder tanzt im Zimmer. Sitzenbleiben ist genauso möglich. Es gibt keine richtige Intensität und keine Stimmung, die am Ende erreicht werden soll.
Wenn dir das Lied heute nicht guttut, mach es aus. Auch das ist eine ehrliche Antwort auf die Einladung.
Malen, ohne ein schönes Bild schaffen zu müssen
Nimm Papier und einen Stift. Zeichne Linien, Kreise oder ein kleines Muster. Du kannst ein Mandala gestalten, musst aber weder symmetrisch noch sorgfältig arbeiten. Vielleicht interessiert dich eine Farbe oder die Bewegung deiner Hand mehr als das fertige Blatt.
Du darfst aufhören, bevor es fertig ist. Niemand muss dein Bild sehen. Kreativ sein braucht hier kein Publikum.
Einen angenehmen Moment nicht sofort übergehen
Vielleicht schmeckt das Essen gerade gut. Vielleicht kommt Sonne ins Zimmer oder jemand schreibt dir etwas Freundliches. Wenn dir ein solcher Moment auffällt, bleib kurz dabei. Wie ist dieser Augenblick, bevor die nächste Aufgabe beginnt?
Du brauchst daraus keine Dankbarkeitsliste zu machen. Und du musst nichts Angenehmes finden, wenn heute nichts auffällt.
Freude und Schwieriges dürfen nebeneinanderstehen
Du darfst einen schönen Moment erleben, obwohl etwas in deinem Leben ungelöst ist. Und du darfst traurig sein, obwohl vieles von außen betrachtet gut aussieht. Weder das eine noch das andere muss wegdiskutiert werden.
Ein liebevoller Gedanke wäre vielleicht: „Ich darf mir heute etwas Gutes erlauben, ohne alles gelöst zu haben.“ Prüfe, ob diese Worte für dich stimmen. Vielleicht findest du andere, die näher an deinem Erleben sind.
Was, wenn ich dabei gar nichts spüre?
Dann ist das kein persönliches Versagen. Du musst die Übung nicht länger machen, um ein erwünschtes Gefühl zu erzeugen. Vielleicht brauchst du heute eher Ruhe, ein Gespräch oder praktische Entlastung.
Wenn dir über längere Zeit fast nichts mehr Freude macht oder du dich anhaltend niedergeschlagen fühlst, nimm das ernst und suche fachliche Unterstützung, etwa in deiner Hausarztpraxis. Ein Blogartikel und kleine Alltagseinladungen ersetzen keine individuelle Abklärung oder Behandlung.
Für heute reicht eine Einladung
Wähle nicht alles. Vielleicht genügt die Frage: „Wofür möchte ich mir heute einen kleinen Moment erlauben?“ Es darf etwas sein, das nur dir gefällt.
Wenn du lieber gemeinsam mit anderen beginnst, schau dir Morning Laughter – Rise and Shine an. Dort findest du die Informationen zum kostenlosen gemeinsamen Lachen am Morgen. Du musst daraus kein tägliches Pflichtprogramm machen.
Weiterlesen: Was ist ein liebevoller Gedanke?
